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Die Bevölkerung der Seychellen – die Seychellois – besteht zum überwiegenden Teil aus den Nachfahren der aus verschiedenen französischen Kolonialgebieten eingewanderten Siedler und ihren afrikanischen Arbeitssklaven; diese Gruppe macht noch immer über 90 Prozent der heutigen Bevölkerung aus. Daneben existiert eine Minderheit mit rein europäischer Abstammung sowie kleine chinesische und indische Minderheiten. Als gemeinsame Sprache dieser stark durchmischten Bevölkerung entwickelte sich hier eine eigene Variante der Kreolsprachen.
Die Bevölkerung ist zu 90 Prozent katholisch, etwa 8 Prozent sind Protestanten oder Anglikaner – meist Nachfahren britischer Seeleute und Farmer. Die im Lande lebenden Chinesen und Inder sind Anhänger der Religionen ihrer Herkunftsländer. Viele „moderne“ Familien leben inzwischen ohne Trauschein, die Kinder wachsen meist im Haushalt der Großeltern auf, viele Frauen sind berufstätig. Das jährliche Bevölkerungswachstum beträgt 0,4 Prozent.
Es wird vermutet, dass die Inseln von arabischen Händlern entdeckt wurden. 1502 ankerten Schiffe aus der Flotte des portugiesischen Entdeckers Vasco da Gama bei den Inseln der Amiranten. Obwohl sie nun der westlichen Welt bekannt waren, wurden die Seychellen erst 150 Jahre nach ihrer Entdeckung von den Franzosen dauerhaft besiedelt. Der französische Kapitän Lazàrd Picault war 1742 auf der Reise nach Indien und fand von Mauritius kommend zufällig die noch herrenlosen Inseln. 1756 wurden diese als französisches Territorium annektiert.
Zeitgleich zum Siebenjährigen Krieg in Europa tobten in Nordamerika und Asien die Koalitionskriege sowie im Indischen Ozean um Mauritius ein erbitterter Seekrieg zwischen Frankreich (Seeheld Robert Surcouf) und den Briten. In dieser Zeit waren die Siedler auf sich selbst gestellt. 1794 bis 1811 folgte erneut ein blutiger Krieg zwischen den Flotten Frankreichs und dem Vereinigten Königreich. Aus diesem Konflikt gingen die Briten als Sieger hervor. Die Seychellen wurden annektiert und unter britischen Herrschaft Teil der Kolonie Mauritius. Am 31. August 1903 erhielten die Seychellen den Status einer eigenständigen Kolonie.
Selbstverwaltung erlangten die Seychellen 1970, die Unabhängigkeit folgte 1976, die Inselrepublik verblieb aber im Commonwealth. Die so genannte Erste Republik der Seychellen wurde 1976 gegründet und 1979 zugunsten eines Ein-
Der Tsunami, der am 26. Dezember 2004 durch ein Seebeben vor Indonesien ausgelöst wurde, erreichte auch die Seychellen und verursachte Schäden.